Neue
Sektion "Gesundheits(un-)wesen auf dem Netzwerk Phoenix
Den Deutschen wird bekanntlich nachgesagt, sie seien Weltmeister im
Jammern.
Zumindest in Bezug auf
das Gesundheitswesen haben sie allerdings auch allen Grund dazu, schaut
man sich die Statistiken einmal näher an:
Jeder zehnte Deutsche
ist heute amtlich schwerbehindert, jeder fünfte psychisch
krank, und jeder dritte Opfer einer Allergie. Rund 400 000
Bundesbürger leiden an Muskel-, mehr als zwei Millionen an
Knochenschwund. Eine halbe Million Bundesbürger haben multiple
Sklerose, eine Million haben Krebs, drei Millionen haben chronische
Bronchitis, vier Millionen haben Leberschäden, fünf
Millionen haben Gallensteine, jeweils fünf bis zehn Millionen
sind schwerhörig oder venenkrank, jeweils über 10
Millionen haben Rheuma, Rückenschmerzen oder
Hörprobleme, nicht zu reden von den mehr als 20 Millionen
Brillenträgern, 15 bis 20 Millionen sind zu dick, und so
weiter und so fort.
So kommen wir
hierzulande am Ende auf rund 150 Millionen Kranke, fast das Doppelte
der Wohnbevölkerung.
Auch wenn dieses Bild
leicht überzeichnet, weil viele Kranke mehr als eine Krankheit
haben und deshalb in dieser Statistik mehr als einmal zählen,
oder weil wir heute im Vergleich zu früher einfach
zimperlicher und viel leichter krank zu kriegen sind: Bemerkenswert ist
das schon.
Weiterhin werden
jährlich rund 100.000 Patienten Opfer ärztlicher
Kunstfehler, wie der Allgemeine Patienten-Verband schätzt.
Jeder vierte von ihnen sterbe an den Folgen: Allein 10.000 Menschen
würden das Opfer unzureichender Hygiene, 6000 würden
mit falschen Medikamenten behandelt und weitere 2000 stürben
an den Folgen überflüssiger
Röntgenbestrahlungen. Andere fänden wegen
unsachgemäßer Narkose, falscher Behandlung bei der
Geburt oder während einer Operation den Tod.
Und inmitten dieser
ohnehin ungesunden
Verhältnisse platzt
ein "Auch
für den Menschen gefährliches Vogelgrippe-Virus H5N1"
und droht mit "Pandemie".
Grund genug, das Gesundheitswesen einigen Betrachtungen
grundsätzlicher Art zu unterziehen. Aus diesem Grund finden
Sie hier einen Vortrag aus dem Jahre 2003 von Dr. Freerk Huisken [1].