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Das Märchen vom Ende der Stallpflicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Werner Hupperich   
Donnerstag, 22. Mai 2008
Das Märchen vom Ende der Stallpflicht
oder:
1001 Tatsachenberichte über die aktuelle Aufstallungspflicht,
behördliche Ignoranz,
so wie amtlich vernichtete bäuerliche Existenzgrundlagen


Ist Ruhe mit der Vogelgrippe in Deutschland? Nein!

Viele Geflügelhalter haben auch derzeit unter der staatlich verordneten "Stallpflicht für Geflügel" zu leiden, von den eingesperrten Tieren ganz zu schweigen. Sehr viele private Geflügelhalter haben bereits das sprichwörtliche Handtuch geworfen, nicht wenige nach Jahrzehnte langer Ausübung ihres Hobbys. Kaum einer der Rassegeflügelzüchter, Hühner-, Gänse- bzw. Entenhalter, der sich resigniert zur Aufgabe des Hobbys genötigt sah, wird dieses jemals wieder beginnen.



Landwirte mit Geflügel-Freilandhaltung fanden (und finden!) sich unvermittelt in von Amts wegen und ohne wissenschaftlich haltbare Begründung als "Geflügelpest-Risikogebiete" deklarierten Zonen wieder. Von jetzt auf gleich sind bei den betroffenen Landwirten die vorhandenen Ställe zu klein – was den Tieren konzeptionell als Zuflucht bei schlechter Witterung und als Schlafplatz dienen sollte, taugt nun mal nicht als Lebensraum. Ein An- oder gar Neubau ist häufig entweder technisch nicht möglich oder schlicht zu teuer. , von nicht erteilten Baugenehmigungen ganz zu schweigen. Infolge dessen wird entweder der Bestand reduziert, was für sich genommen bereits beträchtliche finanzielle Verluste für den Landwirt bedeutet, oder aber die Geflügelhaltung ganz aufgegeben. Wer auch noch mit dem Handel Lieferverträge über "Freilandgeflügel" abgeschlossen hatte, der sieht sich unvermittelt einer Vertragskündigung auf Grund der durch die Stallpflicht bedingten Unerfüllbarkeit gegenüber.

Von der Presse ignoriert, von der Politik schikaniert, von den längst zu Marionetten der Großfinanz mutierten Funktionären der eigenen Vereine und Verbände buchstäblich verraten und verkauft: Es ist an der Zeit, den Stimmen derer Gehör zu verschaffen, die unmittelbar von der wissenschaftlich nicht zu rechtfertigenden Stallpflicht betroffen sind. Deswegen:

Rückmeldung erbeten!!


Zahlen, Daten, Fakten, Erfahrungsberichte sind gefragt – damit kein Politiker sagen kann, er hätte nicht gewußt, dass es hier nicht um Einzelschicksale sondern viele Menschen und Tiere geht.

Alles Geflügel, das diesen Frühling unter freiem Himmel genießen darf, hat dies Ausnahmeregelungen von der so genannten "Geflügelpest-Schutzverordnung" zu verdanken. Denn diese besagt eisern, dass in Deutschland dauerhaft Stallpflicht herrscht. Ausnahmen können erlassen werden... Aber nicht überall: Wo sich Wasservögel sammeln oder brüten, da muss das Geflügel eingesperrt sein. Und zwar so lange, bis es uns gelingt, eine neue Verordnung durchzusetzen!

Natürlich ist das ein gravierender Eingriff in die Privatsphäre von Tierhaltern und solchen, die von Freilandprodukten leben müssen. Natürlich ist diese Regelung aberwitzig, da es keinerlei Hinweise dafür gibt, dass Wildvögel hoch pathogene Geflügelpestviren verbreiten, stattdessen aber zahllose Beweise, dass diese immer wieder in Massentierhaltungen stecken und über Transporte von Tieren, Produkten und Abfällen Weltreisen machen, oft aber erst viel zu spät entdeckt werden.

Auf der Seite www.wai.netzwerk-phoenix.net finden Interessierte umfangreiche Belege.

Das WAI ruft Sie auf: Beantworten Sie den Fragebogen und/oder schreiben Sie uns einen kurzen Bericht über Ihre Erfahrungen mit der Stallpflicht, ganz besonders richtet sich dieser Aufruf auch an Jene, die zurzeit ihr Geflügel einsperren müssen!

Nennen Sie dabei auch die Behörden, die im (z. Zt.) vogelgrippefreien Deutschland diese Willkür-Maßnahme durchsetzen!

Alle Betroffenen müssen ihre Kräfte bündeln, damit die Chancen steigen, gerichtlich vorzugehen.

Auch bitten wir alle Menschen, die für Tierschutz und Gerechtigkeit eintreten, diesen Aufruf zu verbreiten!

Karin Ulich
- Tierärztin -


Werner Hupperich
- Vorstandsmitglied des WAI -

Sie können dem WAI Ihre persönlichen Erfahrungen per E-Mail an:
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 22. Mai 2008 )
 
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