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Umfrage des WAI zur Stallpflicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Christina Galitzki   
Montag, 19. Mai 2008
Das WAI – Wissenschatsforum Aviäre Influenza hat aktuell eine Umfrage zur Stallpflicht online gestellt. Diese richtet sich sowohl an private ("Hobby-") Geflügelhalter als auch an Landwirtschaftsbetriebe mit Geflügelhaltung.


Es existieren zurzeit keinerlei Projekte zu Datenerhebungen bezüglich konkreter Auswirkungen der Stallpflicht für Geflügel auf die Gruppe der mittelbar oder unmittelbar betroffenen Halter.

Mit dieser Umfrage soll daher eine Datenbasis geschaffen werden, vermittelst welcher eine Abschätzung der durch die Stallpflicht verursachten Schäden sowohl in Bezug auf volkswirtschaftliche, tierschützerische und rechtliche Aspekte ermöglicht wird.

Die Auswirkungen der Stallpflicht auf die ökonomischen Existenzgrundlagen der Landwirte sind für das WAI dabei ebenso von Interesse wie die Auswirkungen der Stallpflicht auf den Natur- und Artenschutz. Wenn etwa Züchter seltener Rassen sich durch die Unerfüllbarkeit gesetzlicher Auflagen zur Aufgabe ihrer Geflügelhaltung gezwungen sehen, so hat das unmittelbare Konsequenzen auf Belange des Artenschutzes und der Biodiversität.

Auch sehen sich viele mittelständische Landwirtschaftsbetriebe durch die vermittels der "Geflügelpest-Schutzverordnung" de facto zur Regelhaltung erklärten Stallhaltung für Geflügel existenziellen Problemen gegenüber: Zu nennen sind dabei sowohl begrenzte, auf Freiland- bzw. Freilauf konzipierte Stallkapazitäten ebenso wie gekündigte Lieferverträge über Freilandgeflügel bei gesetzlich oktroyierter Aufstallung.

Eine fundierte Schadenerhebung aus den Kreisen von der Stallpflicht betroffener Halter ist daher aus Sicht des WAI dringend indiziert.

Neben eigenen Auswertungen stellt das WAI die erhobenen Daten ausschließlich universitären, wissenschaftlichen Forschungsprojekten zur Verfügung. Eine schriftliche Erklärung zur Beachtung der "Privacy Policy" ("Hinweise zum Datenschutz") des WAI sind dabei zwingende Voraussetzung. Interessierte universitäre Forschungsgruppen werden um Kontaktaufnahme mit dem WAI gebeten.

Die aus 36 Fragen zu unterschiedlichen Aspekten bestehende Umfrage ist entweder unter dem direkten Link:

http://www.wai.netzwerk-phoenix.net/umfragen/index.php?sid=45485&newtest=Y

Oder von auf den Seiten des WAI unter dem Menüpunkt "Umfrage zur Stallpflicht" zu erreichen.

Um eine möglichst weite Verbreitung und somit auch eine rege Teilnahme an der Umfrage zu ermöglichen, ist eine Weiterverbreitung dieser Informationen und eine Verlinkung zur Umfrage ausdrücklich erwünscht.

Gerne stellt das WAI auch eine z.B. als Aushang oder Flyer geeignete, druckfreundliche Fassung dieses Textes zur Verfügung.

Der WAI Vorstand

V.d.i.S.d.P.: Werner Hupperich

WAI – Wissenschaftsforum Aviäre Influenza

Gottliebstraße 57
47166 Duisburg

Tel.:        0203 317 48 17
E-Mail:     Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Internet:    www.wai.netzwerk-phoenix.net
Kommentare
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Gedanken eines Hobby Hühnerhal
Wolf-D. Wildegans (IP:84.176.98.xxx) 2008-05-22 17:54:48

Sehr geehrter Herr Hupperich,

Ich habe seit etwa 15 Jahren 8-10 Hühner für den Eigenbedarf. Durch die Stallpflicht bedingt, konnte ich unsere Hühner im Winter 2006 auf 2007 nicht im Garten laufen lassen (300m²/8 Hühner). Ich denke jedoch, man sollte gegenüber der "Obrigkeit" mal ungehorsam sein (wenn es irgendwie geht), deshalb habe ich meinen Hühnern im letzten Winter wieder den gewohnten Auslauf gegeben. Das war mein Insekten-und Schneckenschutz für den Garten. Wenn mir eins meiner Hühner vorzeitig stirbt ist das schade, aber bestimmt nicht auf die großzügige Freilandhaltung, sondern auf andere Umstände zurückzuführen. Ein Huhn ist keine Maschine mit Laufzeitgarantie. Gerade die hochgezüchteten Hybriden sind sehr empfindlich (z.B. Riesen-Eier bei möglichst kleinem Huhn). Zur Zeit habe ich nur noch Rassehühner, die alle sehr munter sind und Eier legen, die man mit Appetit ansehen und essen kann (Geschmack wird nur annähernd bei gekauften Bio-Eiern erreicht).
Welche Aufgaben haben unser staatlichen Stellen? Die müssen ihre Nase nicht in alle Dinge stecken. Ich glaube in Regierungskreisen denkt man nur noch daran, wie man sich unbemerkt die eigenen Kassen und Konten füllen kann. Das Gehirn wird nicht mehr zum logischen Denken benutzt und die Funktionen sind bei den Betroffenen nur noch auf Gewinnmaximierung reduziert (schade). Die Mitglieder der zuständigen Stellen leiden allesamt unter einer Vogelgrippe-Phobie und müßten dringend therapiert werden. Oder vielleicht werden die Gehirne dieser Personen wieder klar, wenn es so richtig viele heftige "Einschläge" in Käfighaltungen gibt (natürlich schade um die Tiere, aber Menschen lernen nur durch Verluste schnell).
Viel mehr Bürger sollten von den Fehlentscheidungen erfahren, aber die Presse wird da wohl nicht mitmachen.
Trotzdem wünsche ich Ihnen viele Erfolge bei Ihren Forderungen.
Aus Mühlheim grüßt Sie

Wolf-D. Wildegans

(Mein Name verpflichtet zum freundlichen Umgang mit Tieren)
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